Naturschutz

Unterstützen Sie die neue “Flächendeckende Einschätzung” von Wildtierarten in NRW!

Nicole Heitzig, Präsidentin Landesjagdverband NRW

Aufruf von LJV-Präsidentin Nicole Heitzig an alle Revierinhaberinnen und Revierinhaber von Jagdrevieren in Nordrhein-Westfalen

Sehr geehrte Revierinhaberinnen und Revierinhaber,

Obwohl die einzelnen Sachfragen mit der vorhandenen Revierkenntnis einfach beantwortet werden können, liegt die besondere Bedeutung dieser Umfrage in der „Repräsentativität“, d. h. im Idealfall mit der „flächendeckenden“ Beteiligung aller Reviere.

Aus diesem Grunde bitte ich also alle Revierinhaberinnen und Revierinhaber im Lande NRW sehr herzlich, dass sie sich an dieser Aktion zur Unterstützung der jagdpolitischen Bemühungen des DJV beteiligen und den Fragebogen möglichst bis Mitte Juni 2023 an dieselbe Stelle (Kreisjägerschaft, Hegering) zurückzuleiten, von der sie ihn erhalten haben.

liebe Jägerinnen und Jäger,

die „Flächendeckende Einschätzung“ im Frühjahr in den Jahren 2006, 2009, 2011, 2013, 2015, 2017, 2019 und 2021 an der sich erfreulicherweise sehr viele NRW-Reviere beteiligten, hat zu sehr wichtigen Erkenntnissen über das Vorkommen und die regionale Verbreitung von Wildtierarten geführt. Im Einzelnen erinnere ich an die Besatzentwicklung des Wildkaninchens (einschließlich seiner Krankheiten), das Vorkommen von Grau- und Kanadagans, die Verbreitung der Neozoen Nilgans, Marderhund, Waschbär und Mink sowie von Kolkrabe, Wildkatze, Fischotter, Biber und Nutria.

Die hochinteressanten Ergebnisse haben den Deutschen Jagdverband veranlasst, im Einvernehmen mit den jagdwissenschaftlichen Instituten, die das WILD-Projekt begleiten, im Frühjahr 2023 bundesweit eine erneute „Flächendeckende Einschätzung“ durchzuführen, und zwar als Erhebung zu den Arten, die rechts im vorgestellten Fragebogen genannt sind.

Der Fragebogen ist in Bezug auf das Revier allgemein gehalten, so dass die Anonymität absolut gewahrt bleibt.

Zur Klarstellung hebe ich hervor, dass durch diese „Einschätzung“ die schon traditionellen WILD-Zählungen in den Referenzrevieren nicht berührt werden, diese also (unabhängig von dieser Erhebung) auch weiter in Bezug auf den Feldhasen und seine Prädatoren (Fuchs, Dachs, Krähe) von entscheidender Bedeutung ist.

Zugleich weise ich darauf hin, dass die ebenfalls schon traditionellen Erhebungen der Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung (Bonn) zum Rebhuhn – diese Umfrage wird seit 2016 durch den LJV im Rahmen des WILD-Projektes koordiniert und läuft jeweils über die unteren Jagdbehörden – grundsätzlich nicht berührt werden. Wenn das Rebhuhn in dieser „Flächendeckenden Einschätzung“ trotzdem „abgefragt“ wird, so dient dies dem wichtigen Zweck, auch Erkenntnisse darüber zu bekommen, wie sich das Rebhuhn in den übrigen Gebieten, die in den jährlichen Erhebungen nicht erfasst werden, entwickelt hat.

Die Abfrage zu Waschbär, Marderhund, Mink, Nutria und Bisam soll die aktuelle Verbreitung dieser Arten in NRW klären. Die Angaben bilden eine wichtige Grundlage zur Überwachung der jeweiligen Entwicklung.

Gänsevorkommen sind saisonal und regional sehr unterschiedlich. Ein ganzheitliches Management setzt Kenntnisse und Daten zu den Wanderbewegungen voraus.

Die Großraubsäuger Wildkatze, Luchs, Goldschakal und Wolf kommen in Deutschland wieder häufiger vor. Es ist wichtig, die weitere Entwicklung zu dokumentieren.

Zusammenfassend halte ich also fest, dass der Deutsche Jagdverband in dieser Sache auf die aktive Unterstützung der Revierinhaberinnen und Revierinhaber dringend angewiesen ist.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diesem Anliegen entsprechen könnten.

Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen im Voraus und verbleibe mit allen guten Wünschen für das Neue Jahr und bleiben Sie gesund.

Nicole Heitzig

Präsidentin des Landesjagdverbandes NRW

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