Jagdrecht

Reul sagt ALF den Kampf an

29. Mai 2024, Dortmund/Düsseldorf. NRW-Innenminister Herbert Reul erklärt die Bekämpfung der Terrorgruppe ALF (Animal Liberation Front) zur Chefsache und überträgt die Ermittlungen bei entsprechenden Straftaten dem Staatsschutz seines Hauses.

Er reagiert damit auf jüngste schriftliche Morddrohungen gegen Funktionsträger der Kölner Jägerschaft und damit zusammenhängende Wandschmierereien, die augenscheinlich der ALF zuzuordnen sind.

Am vergangenen Freitag, nur wenige Tage nach diesen Ereignissen, hatte sich Reul mit LJV-Präsidentin Nicole Heitzig und LJV-Vizepräsident Hans-Jürgen Thies MdB getroffen.

Im Ergebnis sollen Jägerinnen und Jäger alle Fälle von Vandalismus, Jagdsabotage und Bedrohungen grundsätzlich bei der örtlich zuständigen Polizei zur Anzeige bringen. Liegt darüber hinaus der Verdacht nahe, dass es sich um eine politisch, terroristisch motivierte Tat handelt, sollen die Fälle unter Angabe des Aktenzeichens auch dem Landesjagdverband mitgeteilt werden. Dieser sammelt und dokumentiert die Fälle und leitet sie an den Staatschutz im NRW-Innenministerium weiter.

Entsprechende Informationen nimmt der Landesjagdverband NRW ab sofort postalisch oder per E-Mail ( info@ljv-nrw.de ) mit dem Stichwort „Politisch motivierte Straftaten von Tierrechtlern“ entgegen.

Darüber hinaus erörterte Reul mit den Spitzenvertretern des LJV Umsetzungsfragen zum Waffenrecht. Insbesondere ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster vom 30. August 2023 zur Waffenaufbewahrung und ein darauffolgender Erlass des NRW-Innenministeriums hatten bei den Legalwaffenbesitzern in NRW zu zahlreichen Fragen und teilweise auch unbilligen Härten geführt.

Auch in diesem Punkt konnten zahlreiche Detailfragen geklärt werden. Der LJV wird den Inhalt dieses Gesprächsteils nochmal separat zur allgemeinen Rechtssicherheit auf seiner Homepage und in seinem Mitteilungsorgan zusammenfassen.

Reul drückte zudem seinen Respekt und seine Wertschätzung gegenüber der Arbeit der Jägerinnen und Jäger für Natur, Tierschutz und Gesellschaft aus. Unbillige Härten in der Umsetzung des Waffengesetzes seien daher nicht seine Intention. Auch hier solle sich der LJV bei Bekanntwerden solcher Fälle an sein Haus wenden.

NRW-Innenminister Reul (m) respektiert die Arbeit der Jäger und sagt der politisch motivierten und militanten ALF (Animal Liberation Front) den Kampf an. Er traf sich mit LJV-Präsidentin Nicole Heitzig und LJV-Vizepräsident Hans-Jürgen Thies MdB.

Weitere Beiträge

Alle anzeigen
31.01.2020

Wald und Wild gehören zusammen

12.06.2024

Hervorragender Landesjägertag in Ahlen

12.06.2024

Gespräch mit NRW-Innenminister Reul

14.05.2024

Aktuelle Stellenanzeigen

13.05.2024

Deutsche Wildtierrettung, Kreisjägerschaft Wesel und Landesjagdverband NRW begrüßt Aufruf der Kreisbauernschaft Wesel

09.04.2024

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) legt die Drohnen-Förderung zur Rehkitzrettung neu auf

25.03.2024

Hasenzählung: Frohe Ostern für Hasen in NRW

20.03.2024

1. Biotophegepreis und 1. Lernort Natur – Preis – jetzt bewerben

20.03.2024

Ausnahmeregelung für Kitzrettung beschlossen

18.03.2024

Erneute Ausnahme der Bracheverpflichtung in 2024 – Was tun mit angelegten Brachen?

13.03.2024

Wald und Wild in Wenden

11.03.2024

Waffenbehörden machen Ernst – FAQ

01.03.2024

Jäger pflanzen Vielfalt, besonders in NRW

23.02.2024

NRW-Waffenbehörden machen Ernst

07.01.2024

#JÄGERFÜRBAUERN

04.01.2024

Jagdstrecke als Leistungsbilanz

21.12.2023

LJV NRW rät Jägern, nicht auf freigegebene Wölfin in Wesel anzulegen

01.09.2023

Urteil zu Waffenschrankschlüsseln

15.02.2023

Jagd von Wildschweinen weiterhin ganzjährig möglich

15.02.2023

DSB und DJV kritisieren die Verschärfung des Waffenrechts